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universal:fachwissen:integrierte_ressourcen

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Die Idee der integrierten Ressource

Die Fähigkeiten eines Menschen sind Ausdruck von Ressourcen, über die er verfügt. Kann jemand zum Beispiel unter Anleitung Knöpfe schließen, lässt sich daraus ableiten, dass er unter anderem über eine gewisse Konzentrationsfähigkeit, über Selbstständigkeit und Feinmotorik verfügt. Auch die kognitive Fähigkeit, eine Anleitung in Handlung umzusetzen, ist vorhanden.

PFLEGE•ZEIT verwendet dafür den Begriff integrierte Ressource. Für das Dokumentationssystem bedeutet dies, dass aus alltäglichen Handlungen Ressorcen abgeleitet werden, die nicht gesondert erwähnt werden müssen. Diese Betrachtungsweise findet sich in PFLEGE•ZEIT stationär in der ANAMNESE, im PFLEGESTATUS ambulant und im PFLEGESTATUS Tagespflege jeweils auf der rechten Seite.

Die Idee der integrierten Ressourceergibt sich aus der Entscheidung, die Fähigkeiten eines Menschen in den Vordergrund zu stellen - nicht seine Defizite. Dies zeigt sich bei PFLEGE•ZEIT auch durch die Anwendung der handlungsleitenden Hilfebedarfe: Es wird immer dargestellt, was ein Kunde selbstständig (S), mit Anleitung (A), Beaufsichtigung (B)oder Unterstützung (U)tun kann.

Auch wenn eine Pflegekraft Handlungen teilweise übernimmt (tÜ), wird dokumentiert, welche Teile der Handlung ein Pflegebedürftiger selbst ausführen kann. So wird der Blick grundsätzlich auf die Fähigkeiten eines Menschen gerichtet. Ein Pflegebedürftiger führt alle Handlungen, zu denen er fähig ist, selbst aus, sofern er dies nicht ausdrücklich anders wünscht.

universal/fachwissen/integrierte_ressourcen.1365168855.txt.gz · Zuletzt geändert: 13.12.2020/ 12:03 (Externe Bearbeitung)