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Fachwissen PFLEGE•ZEIT: Die integrierte Ressource

Die Fähigkeiten eines Menschen sind Ausdruck von Ressourcen, über die er verfügt. Kann ein Mensch zum Beispiel unter Anleitung Knöpfe schließen, lässt sich daraus ableiten, dass er unter anderem über eine gewisse Konzentrationsfähigkeit, über Selbstständigkeit und Feinmotorik verfügt. Auch die kognitive Fähigkeit, eine Anleitung in Handlung umzusetzen, ist vorhanden.

PFLEGE•ZEIT verwendet dafür den Begriff integrierte Ressource. Für das Dokumentationssystem bedeutet dies, dass aus alltäglichen Handlungen Ressourcen abgeleitet werden, die nicht gesondert erwähnt werden müssen.

Die Idee der integrierten Ressource ergibt sich aus der Entscheidung, die Fähigkeiten eines Menschen in den Vordergrund zu stellen - nicht seine Defizite. Dies zeigt sich bei PFLEGE•ZEIT auch durch die Anwendung der handlungsleitenden Hilfebedarfe: Es wird immer dargestellt, was ein Bewohner selbstständig (S), mit Anleitung (A), Beaufsichtigung (B) oder Unterstützung (U) tun kann.

Auch wenn eine Pflegekraft Handlungen teilweise übernimmt (tÜ), wird dokumentiert, welche Teile der Handlung ein*e Bewohner*in selbst ausführen kann. So wird der Blick grundsätzlich auf die Fähigkeiten gerichtet. Ein*e Bewohner*in führt alle Handlungen, zu denen er*sie fähig ist, selbst aus, sofern er*sie dies nicht ausdrücklich anders wünscht.

stationaer/fachwissen/integrierte_ressourcen.txt · Zuletzt geändert: 13.04.2015/ 14:46 von Astrid Lärm