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stationaer:fachwissen:tagesplan

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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stationaer:fachwissen:tagesplan [25.09.2014/ 13:06]
Astrid Lärm
stationaer:fachwissen:tagesplan [25.09.2014/ 15:15] (aktuell)
Astrid Lärm
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-Man beginnt mit der Planung der Transfers in der lila hinterlegten Tabelle. Hier wird festgehalten wo sich die Bewohnerin*der Bewohner zu welchem Zeitpunkt befindet und welches Hilfsmittel für den Transfer oder für die Mobilisation nötig ist. Zur zeitlichen Orientierung dienen die Mahlzeiten, bei Bedarf können hier auch konkrete Uhrzeiten festgehalten werden. Für die Transfers sind verschiedene Aufenthaltsorte vorgegeben (//​**Ruheraum**//,​ //​**Bad/​WC**//,​ //​**Aufenthaltsraum**//,​ //​**Küche**//​). Jede Einrichtung verfügt über spezielle Räumlichkeiten,​ wo sich die Bewohner aufhalten können (zum Beispiel Sitzgruppe, Therapieräume,​ Wintergarten etc. …). Diese werden handschriftlich in der Spalte **//​Sonstiges //** hinzugefügt.+Man beginnt mit der Planung der Transfers in der lila hinterlegten Tabelle. Hier wird festgehalten wo sich die*der Bewohner*in zu welchem Zeitpunkt befindet und welches Hilfsmittel für den Transfer oder für die Mobilisation nötig ist. Zur zeitlichen Orientierung dienen die Mahlzeiten, bei Bedarf können hier auch konkrete Uhrzeiten festgehalten werden. Für die Transfers sind verschiedene Aufenthaltsorte vorgegeben (//​**Ruheraum**//,​ //​**Bad/​WC**//,​ //​**Aufenthaltsraum**//,​ //​**Küche**//​). Jede Einrichtung verfügt über spezielle Räumlichkeiten,​ wo sich die Bewohner*innen ​aufhalten können (zum Beispiel Sitzgruppe, Therapieräume,​ Wintergarten etc. …). Diese werden handschriftlich in der Spalte **//​Sonstiges //** hinzugefügt.
  
  
-Um einen Transfer zu planen, wird der Ausgangsort mit einem Punkt markiert (zum Beispiel //​**Bett**//​). Daraufhin wird der Ort, zu dem der Bewohner bewegt wird (zum Beispiel //​**Bad/​WC**//​) ebenfalls mit einem Punkt markiert und die beiden Punkte mit einer Linie verbunden. Wird zum Transfer ein Hilfsmittel benutzt, wird dieses statt des Punktes in der Spalte eingetragen,​ wo der Hilfsmitteleinsatz beginnt (zum Beispiel**//​Bad//​**). Die Abkürzungen für die gängigen Hilfsmittel sind in der Legende aufgeführt. Wenn kein Wechsel des Hilfsmittels erfolgt, werden die Transfers mit Punkt und Linie weiter geplant. Es gilt dann das zuvor eingetragene Hilfsmittel.+Um einen Transfer zu planen, wird der Ausgangsort mit einem Punkt markiert (zum Beispiel //​**Bett**//​). Daraufhin wird der Ort, zu dem die*der Bewohner*in bewegt wird (zum Beispiel //​**Bad/​WC**//​) ebenfalls mit einem Punkt markiert und die beiden Punkte mit einer Linie verbunden. Wird zum Transfer ein Hilfsmittel benutzt, wird dieses statt des Punktes in der Spalte eingetragen,​ wo der Hilfsmitteleinsatz beginnt (zum Beispiel**//​Bad//​**). Die Abkürzungen für die gängigen Hilfsmittel sind in der Legende aufgeführt. Wenn kein Wechsel des Hilfsmittels erfolgt, werden die Transfers mit Punkt und Linie weiter geplant. Es gilt dann das zuvor eingetragene Hilfsmittel.
  
  
-Auf diese Weise kann die Bewegung ​eines Bewohners ​über den gesamten Tag dargestellt werden. Bewegt sich der Bewohner eigenständig,​ muss kein Transfer geplant werden. Der Hinweis "​bewegt sich selbstständig durch die Einrichtung"​ ersetzt dann die Kurve.+Auf diese Weise kann die Bewegung ​einer Person ​über den gesamten Tag dargestellt werden. Bewegt sich die*der Bewohner*in eigenständig,​ muss kein Transfer geplant werden. Der Hinweis "​bewegt sich selbstständig durch die Einrichtung"​ ersetzt dann die Kurve.
  
  
-Die Zeilen in der Tabelle sind nicht als Stundenraster gedacht. Vielmehr soll durch die Aufteilung ausreichend Platz für notwendige Transfers und Hinweise bereitgestellt werden. Die Uhrzeiten ergeben sich aus der allgemeinen Ablaufplanung der Einrichtung und den individuellen Bedürfnissen ​des Bwohners.+Die Zeilen in der Tabelle sind nicht als Stundenraster gedacht. Vielmehr soll durch die Aufteilung ausreichend Platz für notwendige Transfers und Hinweise bereitgestellt werden. Die Uhrzeiten ergeben sich aus der allgemeinen Ablaufplanung der Einrichtung und den individuellen Bedürfnissen.
  
  
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-In der zweiten Spalte des Formulars wird die weitere //**Hilfe und Begleitung **// zum Essen und Trinken, sowie zur Medikamentengabe mit dem entsprechenden Hilfebedarf geplant. Die Regelmedikation ist in den [[:​stationaer:​fachwissen:​medikamentenblaetter|MEDIKAMENTENBLÄTTERN]] aufgeführt. ​Welcher ​Mitarbeiter für das Stellen, Kontrollieren und die Gabe von Medikamenten zuständig ist, wird über einen Ablaufstandard geregelt und muss daher nicht im TAGESPLAN angegeben werden. Infusionen und Injektionen können mit einem DURCHFÜHRUNGSNACHWEIS FÜR BESONDERE PFLEGE geplant und dokumentiert werden. Es wird angegeben, ob und wie ein **//​Andicken von Getränken //** geschehen soll, ob ein //​**Hilfsmittel**//,​ eine //​**Trinkhilfe **// oder //​**Spezielles Besteck **// benutzt werden. Unter //**Weitere **// können zusätzliche Hilfsmittel eingetragen werden+In der zweiten Spalte des Formulars wird die weitere //**Hilfe und Begleitung **// zum Essen und Trinken, sowie zur Medikamentengabe mit dem entsprechenden Hilfebedarf geplant. Die Regelmedikation ist in den [[:​stationaer:​fachwissen:​medikamentenblaetter|MEDIKAMENTENBLÄTTERN]] aufgeführt. ​Welche*r ​Mitarbeiter*in für das Stellen, Kontrollieren und die Gabe von Medikamenten zuständig ist, wird über einen Ablaufstandard geregelt und muss daher nicht im TAGESPLAN angegeben werden. Infusionen und Injektionen können mit einem DURCHFÜHRUNGSNACHWEIS FÜR BESONDERE PFLEGE geplant und dokumentiert werden. Es wird angegeben, ob und wie ein **//​Andicken von Getränken //** geschehen soll, ob ein //​**Hilfsmittel**//,​ eine //​**Trinkhilfe **// oder //​**Spezielles Besteck **// benutzt werden. Unter //**Weitere **// können zusätzliche Hilfsmittel eingetragen werden
  
  
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 === 3. Spalte – Soziale Teilhabe (früher Psychosoziale Integration) === === 3. Spalte – Soziale Teilhabe (früher Psychosoziale Integration) ===
  
 +In der dritten Spalte werden Kommunikation,​ soziale Betreuung und der Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen handlungsleitend geplant. Zur //​**Kommunikation**//​ wird zunächst angekreuzt, ob diese durch //**kurze Sätze**//, //**von links**//, //**von rechts**// oder //​**frontal**//​ erfolgen soll. Daraufhin wird die Art der //​**Ansprache**//​ notiert und kurz beschrieben,​ wie die*der Bewohner*in auf //​**Körperkontakt**//​ reagiert oder ob es vielleicht Tabuzonen gibt. Auf der Grundlage der Erfahrungen im Umgang werden //​**Maßnahmen bei schwierigem Verhalten**//​ kurz beschrieben.
  
-Der [[:​universal:​fachwissen:​pflegemodell|Lebensbereich]] **//Soziale Teilhabe//​** spielt besonders bei Menschen mit Demenz oder einer psychischen Erkrankung eine wichtige Rolle und das Leitziel liegt in diesen Fällen oft im diesem Lebensbereich. Dieses Leitziel muss in der täglichen Begleitung sichtbar werden. Dies ist für die **//Soziale Teilhabe//​** schwerer abzubilden als für die anderen Lebensbereiche. Um die Abbildung sicher zu stellen, sind bei der Bearbeitung des TAGESPLANS folgende Fragen hilfreich: 
  
 +Daraufhin wird die Beschäftigung geplant. Unter dem //​**Wochenplan**//​ sind dazu eine Reihe von Aktivitäten angegeben. Um eine Beschäftigung zu planen, wird die entsprechende Nummer aus der Liste am jeweiligen Tag, vormittags oder nachmittags,​ in den Wochenplan eingetragen. Besondere, einrichtungsspezifische Angebote können handschriftlich ergänzt werden. Der Ort der Beschäftigung wird notiert.
  
-    * Was wird getan damit sich der Bewohner sich sozial integrieren kann? 
-    * Wie wird die kommunikative Kompetenz gefördert? 
-    * Mit welchen Maßnahmen wird die Kooperationsbereitschaft des Bewohners erhöht? 
  
- +Zum Schluss werden //​**Biografische Besonderheiten,​ Lebensthemen,​ Gesprächsthemen**//​ sowie //​**Interessen**//​ und //​**Rituale**//​ kurz beschrieben. Hier geht es nicht um die gesamte Biografie ​einer Person. Wichtig sind vor allem Themen, die einen Anknüpfungspunkt für Gespräche bieten oder Informationen,​ die das Verhalten verständlicher machen.
-In der dritten Spalte werden Kommunikation,​ soziale Betreuung und der Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen handlungsleitend geplant. Zur //​**Kommunikation**//​ wird zunächst angekreuzt, ob diese durch //**kurze Sätze**//, //**von links**//, //**von rechts**// oder //​**frontal**//​ erfolgen soll. Daraufhin wird die Art der //​**Ansprache**//​ notiert und kurz beschrieben,​ wie der Bewohner auf //​**Körperkontakt**//​ reagiert oder ob vielleicht Tabuzonen eine Berührung nicht erlauben. Auf der Grundlage der Erfahrungen im Umgang mit dem Bewohner werden //​**Maßnahmen bei schwierigem Verhalten**//​ kurz beschrieben. +
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-Daraufhin wird die Beschäftigung des Bewohners geplant. Unter dem **Wochenplan** ​ sind dazu eine Reihe von Aktivitäten angegeben, die in der Einrichtungen häufig angeboten werden. Um eine Beschäftigung zu planen, wird die entsprechende Nummer aus der Liste am jeweiligen Tag, vormittags oder nachmittags,​ in den Wochenplan eingetragen. Besondere, einrichtungsspezifische Angebote können handschriftlich ergänzt werden. Der Ort der Beschäftigung wird notiert. +
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-Zum Schluss werden //​**Biografische Besonderheiten,​ Lebensthemen,​ Gesprächsthemen**//​ sowie //​**Interessen**//​ und //​**Rituale**//​ kurz beschrieben. Hier geht es nicht um die gesamte Biografie ​eines Bewohners. Wichtig sind vor allem Themen, die einen Anknüpfungspunkt für Gespräche bieten oder Informationen,​ die das Verhalten ​des Bewohners ​verständlicher machen.+
  
  
stationaer/fachwissen/tagesplan.txt · Zuletzt geändert: 25.09.2014/ 15:15 von Astrid Lärm